THEMATIK - Arbeitsblätter zur Gebäudelehre
 

Wissenschaftliche und didaktische Betreuung:
Ao.Univ.Prof.Mag.arch.Dr.techn. Christa Illera

Die Arbeitsblätter zur Gebäudelehre stellen Planungs- und Entwurfsgrundlagen dar. Sie sind eine wissenschaftliche Untersuchung von Daten, Faktoren und Kriterien im Bereich einer bestimmten Bauaufgabe. Seitens des Studenten soll die Problematik von Entwurfsentscheidungen erfasst, schriftlich formuliert wie mittels Skizzen und Graphiken herausgearbeitet werden. Zielsetzung ist, diese Unterlagen als schnelle und übersichtliche Hilfe für konzeptuelle Entscheidungen im Entwurf einzusetzen.

Die Themen der Arbeitsblätter umfassen die Bauaufgaben des öffentlichen Baus. Die Gliederung erfolgt im allgemeinen nach den Schwerpunkten von Planungsgrundlagen, Typolgien, Architekturelementen oder einer Bautendokumentation.

Der Aufbau der AB ist aus einzelnen und in sich unabhängigen Blättern zusammengesetzt, die ein offenes System der Zuordnung darstellen. Daher fordern die AB eine klare und eindeutige Formulierung von Begriffen und eine logische Gliederung jedes Arbeitsabschnitts.

Die Quellenangaben auf jedem Blatt sowie die Angaben der Richtlinien und Gesetze ermöglichen gezieltes Nachforschen und genaueres Bearbeiten der gewünschten Bereiche.

Methodisch erarbeiten die Studenten unter didaktischer und wissenschaftlicher Anleitung genaue Daten und messbare Faktoren im Bereich einer bestimmten Bauaufgabe. Es werden inhaltliche Zusammenhänge aufgezeigt, die für die konzeptuelle Entscheidung eines Entwurfs maßgebend sind. Die AB geben Hinweise darauf, wie komplexe Bauaufgaben analytisch erfasst werden können. Es werden einzelne, wesentliche Faktoren erarbeitet, auch geschichtliche Zusammenhänge aufgezeigt, und deren bauliche wie architektonische Auswirkungen festgestellt. Erkannt werden soll die Beziehung der erforderlichen Einzelfaktoren untereinander und deren unverzichtbare Verbindung mit dem Erschließungssystem und den Organisationsstrukturen innerhalb eines Gebäudes oder eines gebauten architektonischen "Gefüges".

Das unmittelbare Ziel besteht darin, eine Entwurfshilfe für die Studierenden zu schaffen, die schnell und übersichtlich für die unterschiedlichen Anforderungen wie Studio, Entwurfsprogramme und Diplomarbeiten eingesetzt werden kann.

Das weitere Ziel dieser wissenschaftlichen Untersuchungen liegt in der Notwendigkeit Faktoren, Kriterien, messbare Daten durchsichtiger und berechenbarer zu machen, um der Willkür zufälliger und unbeabsichtigter Gestaltungsergebnisse im Entwurf entgegenzuarbeiten: Je bewusster die Entwurfselemente eingesetzt werden, desto souveräner wird die Gestaltfindung eines Entwurfs und desto überzeugender seine Argumentation. Das Erkennen von Zusammenhängen, die in einer Verflechtung von Anforderungen und Qualitäten nicht immer leicht abzugrenzen und zu benennen sind, fordern in der Entwurfsarbeit das Verbinden unterschiedlicher Denkschichten, diese zu ordnen, klar aufzuzeigen und je nach Bauaufgabe einer Wertung oder Gewichtung zu unterziehen.